Technik
Die Technik des EIB-Busses
An dieser Stelle kann ich nur auf die Twisted-Pair-Variante des
EIB-Busses eingehen, da ich nur diese verwende.
Der EIB-Bus wird über ein twisted-pair-Kabel (also im Prinzip über
einen "Klingeldraht") betrieben. Über diese zwei Leitungen werden
sowohl die Geräte am Bus mit Spannung versorgt als auch die Daten
übertragen. Das standard EIB-Kabel besitzt zwei Paare (rot-schwarz
und weiss-gelb) aber ich habe bisher noch keinen Hinweis darauf
bekommen, wozu "weiss-gelb" nützlich ist.
Die Kommunikation geschieht über ein Verfahren, dass bereits beim
uralten analogen Telefon angewandt wurde:
Die Versorgungsspannung ist eine Gleichspannung, die dem Bus über eine
relativ große Drossel zugeführt wird. Eine Drossel ist für die
Versorgungsgleichspannung niederohmig aber für einen Wechselstrom (die
Daten) ein hoher elektrischer Widerstand so dass sie mit geringem
Aufwand über die gleiche Leitung übertragen werden können.
Für die binäre Folge der Datenbits gibt es dabei einen dominanten (die
Stromquelle wird belastet) und einen rezessiven (die Stromquelle wird
nicht belastet) Level.
Ein Sender beobachtet dabei kontinuierlich den Pegel der Versorgung,
d.h. ob die Daten auf dem Bus mit seinen gesendeten Daten
übereinstimmt. Sobald eine Abweichung festgestellt wird (ein anderer
Teilnehmer sendet gleichzeitig abweichende Daten) bricht er sofort die
Sendung ab und wiederholt sie erst nach einer zufälligen Zeitspanne von
Inaktivität auf dem Bus.
Jeder Teilnehmer am EIB-Bus kann also spontan mit einer Übertragung
beginnen. Dadurch kann es zwangsläufig zu Kollisionen kommen. Stellen
Sie sich eine Gruppe von Menschen vor. Jeder einzelne kann, wenn ihm
etwas einfällt, mit einem Gespräch beginnen. Wenn dies zwei Leute
gleichzeitig tun, wird einer von Ihnen stoppen und den anderen den Satz
zuende sprechen lassen. Erst wenn keiner mehr etwas zu sagen hat wird
der höflichere Teilnehmer erneut mit seinem Thema beginnen.
Ganz ähnlich läuft es bei EIB. Wenn die Kollision erkannt wird, stoppen
beide Teilnehmer ihre Sendung um Sie nach einer zufälligen Pause wieder
zu beginnen. Der erste wird dabei Erfolg haben und sein Telegramm
absetzen können. Der andere folgt nach einer kurzen Pause. Da es
hierbei nicht um Konkurrenz geht oder wer als erster fertig wird ist
dieses Verfahren gut geeignet die zur Verfügung stehende Busbandbreite
möglichst optimal auszunutzen.
Die Übertragung erfolgt dabei byteweise asynchron mittels eines
standard UARTS. Ein Byte wird durch ein Startbit angekündigt, dann
seriell Bit für Bit übertragen, gefolgt von einem Paritybit und einem
Stoppbit.
